Die Gründung des FA-Teams erfolgte im Sommer 2004.
Wie
es dazu kam, darüber berichtete ausführlich die Wilhelmshavener
Gegenwind-Zeitung in ihrer Ausgabe Nr. 201 im September 2004.
Die Gegenwind-Zeitung schrieb damals folgendes:
Abgestempelt? Nein!!!
Ein Forum für Arbeitslose: das FA-Team
(noa)
Nach einer der letzten Monatsversammlungen der Arbeitsloseninitiative
beschlossen Hans-Günter Osterkamp und Dirk-Agge Bothe, dass sie den
Mitgliedern der ALI über die bisher gebotenen Möglichkeiten hinaus ein
Forum bieten wollten. Entstanden ist so das „FA-Team".
„Es war
deutlich zu spüren, dass einige mehr wollten, als einmal im Monat zwei
Stunden lang einem Fachmann zuzuhören", sagen sie. Außerdem wollten sie
selber mehr. Aber was?
Es sollte alles möglich sein, so dachten
sie, als sie sich zu ersten Gesprächen zusammensetzten. Nach den vielen
Vorträgen über die Hartz-Gesetze in den letzten Versammlungen waren sie
wie viele andere erst einmal gründlich frustriert, und so entstand der
halb scherzhafte Arbeitstitel „Frustrations-Abbau-Team". Doch die
Abkürzung FA passt auch prima auf „Fördern und Aktivieren", und dieses
Motto ist gut in Abgrenzung zur Regierungsparole „Fördern und Fordern"
- gefordert wird von Langzeitarbeitslosen ja sowieso mehr als genug.
Ein
Konzept für das FA-Team gibt es nicht; das würde Interessierte zu sehr
einengen. Und so können alle „Ideen einbringen, Ideen diskutieren,
Ideen umsetzten - für unsere Interessen", wie es auf dem von
Hans-Günter gestalteten Handzettel heißt.
FA-Team„Bei dem tollen
Wetter der letzten Zeit konnte man ja mal Lust auf eine Radtour
kriegen. Aber ich will nicht immer alleine Rad fahren. Man könnte doch
mal in einer größeren Gruppe ein paar Kilometer mehr fahren und Frau
Evers-Meyer besuchen, um ihr einen Brief zu überbringen. Wenn man dann
mit Trillerpfeifen und vielleicht einem Transparent ausgestattet ist,
kriegen auch ein paar mehr Leute mit, dass wir etwas zu sagen haben",
spinnt Dirk-Agge eine mögliche Aktion aus. Und wenn andere „nur" zum
Kartenspielen zusammenkommen wollen, soll's auch recht sein. Beide sind
noch nicht von Anfang an in der Arbeitsloseninitiative, haben aber
gehört, dass es da in den Gründungszeiten ein Vereinsleben gab. Das
FA-Team könnte das wieder aufleben lassen - je nachdem, welche Ideen
die Leute, die zu den Treffen kommen, mitbringen.
„Der
Arbeitslosigkeit Ideen entgegensetzen", heißt es auf dem
Einladungszettel, und Dirk-Agge, der auch im Tauschring aktiv ist,
könnte sich vorstellen, dass auch unter den Mitgliedern der ALI Leute
sind, die an alternativen Lebensformen interessiert sind. „Da sind ein
paar hundert Leute mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten und
Fertigkeiten, die bald nur noch wenig Geld zur Verfügung haben. Es wäre
doch möglich, sich gegenseitig zu helfen, wenn man renovieren oder sich
selbst etwas herstellen will."
Auch zur Entlastung der Sprechstunde
der ALI könnte das FA-Team in nächster Zeit beitragen. Wenn jetzt nach
und nach zahlreiche Arbeitssuchende ihr Antragsformular auf Alg II
ausfüllen müssen, könnten einige Gruppentermine dazu genutzt werden,
sich gegenseitig zu beraten und zu helfen.
Bisher hat sich das
FA-Team in wechselnder Zusammensetzung schon einige Male getroffen;
sechs oder sieben Leute sind es jeweils gewesen.
Die Treffen finden alle 14 Tage donnerstags statt.
Nachzulesen ist der Bericht in der Gegenwind-Zeitung.
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